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Warum manche Menschen es lieben, alleine zu sein

Warum manche Menschen es lieben, alleine zu sein

Im Arbeitsalltag und in der Freizeit sind wir oft von Menschenmengen umgeben. Sicherlich kennst du das Gefühl: Obwohl du gerne in Gesellschaft bist, tut das Alleinsein dann manchmal auch ganz gut. Das ist nicht alles – einige Menschen sind grundsätzlich lieber allein! Und das hat gute Gründe – wir zeigen, warum manche Menschen die eigene Gesellschaft bevorzugen und welche Vorteile es hat, alleine zu sein.

Kein Druck, keine Regeln

Wenn du alleine bist, verspürst du weniger Druck von der Außenwelt. Du musst in dem Moment nicht „funktionieren“. Das bedeutet: Es gibt keinen Chef, der dich mit Argusaugen überwacht, keine Freunde, die einen schlauen Ratschlag erwarten. Alleinsein bedeutet für viele Menschen, dass sie keine gesellschaftlichen Regeln befolgen müssen und für einige Momente einfach nur „sein“ können.

Das Essen kannst du ohne Besteck verzehren, du kannst im unrasiert und ungeduscht durch die Wohnung laufen. Das sind Momente, die jeder von uns ab und zu braucht. Genau aus diesem Grund – dass der ganze Erwartungsdruck abfällt, in ein bestimmtes Rollenbild zu passen – sind viele Menschen gerne allein.

Innere Ruhe finden

Wer gestresst ist und ein akutes Problem im Leben hat, kennt das Gefühl nur zu gut: Andere Menschen reden auf dich ein, verteilen Ratschläge und Anweisungen, damit du dein Problem lösen kannst. Obwohl ein gut gemeintes Feedback oft viel Wert ist und dir in orientierungslosen Momenten weiterhilft, kann es uns auch sehr beeinflussen.

Bei Problemen kommen wir so nicht zur Ruhe – im Gegenteil. Der Stresspegel steigt an. Manche Menschen ziehen sich deshalb gerne zurück und bevorzugen generell das Alleinsein. Hier ist es nicht so „laut“ – man kann endlich auf seine innere Stimme hören.

Zeit, um kreativ zu werden

Viele Menschen aus dem kreativen Bereichen (Kunst, Musik) sind gerne alleine und bevorzugen stille Momente. Das gilt natürlich nicht immer, denn es gibt gesellige Momente, etwa auf der Bühne, mit dem Publikum und den Kollegen! Aber wir kennen es alle: Sobald man alleine ist, sprudelt die Kreativität meistens nur so aus einem heraus.

Es entstehen Bücher, Lieder, Kunstwerke, Gedichte. Ein gutes Beispiel dafür ist der Liebeskummer. Manche von uns werden besonders kreativ und können, während sie alleine sind, ihren Gefühlen ein „Gesicht“ verleihen. Wir schreiben, zeichnen oder bringen Emotionen anders zu Papier. Das ist auch ein Grund, warum das Alleinsein so geschätzt wird – es schafft Raum für Kreativität.

Energiereserven aufladen

Einige Menschen sind gerne alleine, weil sie so besser zu Kräften kommen. Während andere die Gesellschaft von Familie, Freunden und Bekannten bevorzugen, ziehen sie sich lieber zurück und  genießen die Stille. Auf diese Weise laden sie ihre Energiereserven auf. Gespräche können manchmal viel Kraft kosten.

Du hörst aufmerksam zu, denkst über das Problem von anderen nach und beschäftigst dich – neben deinen eigenen Gedanken – auch mit den Gedanken anderer Menschen. Das ist wichtig! Keine Frage. Aber wir alle haben auch schon folgenden Satz gehört: Willst du anderen Menschen helfen, musst du erst dir selbst helfen. Das bedeutet, wenn du deine Energiereserven aufgeladen hast, kannst du auch für andere Menschen besser da sein.

Fazit

Ob in der Partnerschaft oder im Job – ab und zu alleine zu sein hat seine Vorteile. Vor allem gibt es uns die nötige Zeit und einen geschützten Raum, um sich über die eigenen Bedürfnisse klarzuwerden. Menschen, die ständig in Gesellschaft sind, können sich darin „verlieren“: Plötzlich kommt es nur noch auf die Bestätigung aus dem Umfeld an, man gibt sich selbst keine Liebe oder lobt sich weniger. Einige Menschen bevorzugen deshalb das Alleinsein. Man kann reflektieren, was man sich vom Leben erhofft und welche Ziele man schon erreicht hat – worauf man stolz sein kann!