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Backhefe vermehren und haltbar machen

Backhefe vermehren und haltbar machen
Bild: Pixabay.com

Auch wenn Backhefe im Supermarkt sehr günstig und einfach zu erhalten ist, kann es durchaus sinnvoll sein, sich eine eigene Hefekultur anzulegen. In Krisenzeiten kann es passieren, dass Backhefe „gehamstert“ wird, sodass man Zuhause nicht mehr backen kann. Mit simplen Schritten kann man dabei Hefe vermehren und auch auf Dauer haltbar machen.

Zutaten, um Backhefe zu vermehren

Um Hefe zu vermehren und langfristig haltbar zu machen, gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Bei der ersten Variante funktioniert die Vermehrung der Hefe mithilfe eines Teiges. Im Gegensatz dazu ist die zweite Variante etwas schwieriger, da hier Früchte zur Hefebildung benutzt werden.

1. Hefevermehrung durch einen Teig

Für diese Option benötigst du wahlweise einen halben Würfel Hefe oder 7 g Trockenhefe, 100 ml Wasser, 100 g Mehl und 15 g Zucker. Diese Zutaten gibst du zuerst in eine große Schüssel hinein und knetest daraus einen fertigen Teig. Anschließend stellst du die Schüssel mit einem Tuch überdeckt an einen warmen Ort. An sich hat sich die Hefekultur bereits nach wenigen Stunden vermehrt.

Möchtest du aber sicher sein, dass sich eine ordentliche Hefekultur gebildet hat, dann solltest du den Teig ruhig über Nacht an der Luft stehen lassen. Um die fertige Backhefe dann haltbar zu machen, legst du den Teig einfach in das Gefrierfach. Und schon ist die Backhefe für das nächste Rezept fertig.

Mit dieser Methode gelingt es dir, dass sich die Backhefe über mehrere Monate hält. Zum Backen holst du dann einfach die benötigte Menge aus dem Gefrierschrank heraus und lässt sie bei Zimmertemperatur auftauen.

Geht dir dein Vorrat zu Ende, dann kannst du dieses Rezept jederzeit ohne zusätzliche Hefe wiederholen. Durch die gereifte Kultur im Teig reicht es aus, wenn du einfach etwas von dem Teig für das Rezept wiederverwendest.

Tipp: Solltest du für den Hefeteig nur noch sehr wenig Hefe übrighaben, so ist das absolut kein Problem. Der Unterschied bei der Hefemenge ist lediglich der Reifeprozess. Wenn du weniger Hefe verwendest, dann dauert es etwas länger bis sich die Hefekultur richtig ausgebildet hat.

2. Hefevermehrung mithilfe von Früchten

Für dieses Rezept benötigst du etwa 500 ml stilles Wasser, frisches Obst oder getrocknete Datteln ohne Schwefel, einen Teelöffel Honig, sowie ein steriles Gefäß zum Ansetzen. Zuerst gibst du das Obst in das Glas und beträufelst es mit dem Honig.

Danach füllst du das sterilere Behältnis mit Wasser auf. Anschließend stellst du das Glas für etwa 3–8 Tage an einen warmen, aber schattigen Ort. Am Anfang bilden sich in dem Behältnis Bläschen. Das bedeutet, der Reifeprozess hat eingesetzt. Jedoch ist dieser erst beendet, wenn die Bläschenbildung wieder abgenommen hat.

Damit die Hefekultur nicht verloren geht, ist es wichtig das Behältnis nicht richtig zu verschließen. So kann der entstehende Druck leicht durch den Deckel entfliehen. Zum Schluss stellst du das Behältnis für eine längere Aufbewahrung in den Kühlschrank.

Mit dieser Art und Weise der Hefevermehrung machst du sie in etwa für 2 Monate haltbar. Auch wenn diese Methode deutlich schwieriger ist als die Erste, so ist sie unter Kennern sehr beliebt. Sollte dir auch hier wieder der Vorrat ausgehen, dann kannst du einfach wieder ein weiteres Glas mit dem Rezept befüllen. Zum Schluss gibst du lediglich etwas von dem alten Hefeansatz hinzu.

Tipp: Ob du jetzt die erste oder die zweite Variante zum Backen benutzt ist relativ egal. Jedoch ist bei der zweiten Methode etwas mehr Gefühl gefragt. Je nachdem wie lange die Hefe in dem Wasser gereift ist, musst du die Flüssigkeit zum Backen einsetzen. In der Regel reichen in etwa 200 bis 250 ml Hefeflüssigkeit für 500 g Mehl.

Fazit

Backhefe zu vermehren ist eine einfache Möglichkeit, um sich auf schlechte Zeiten einzustellen. Mit wenigen Tricks ist es kein Problem Hefe für längere Zeit haltbar zu machen.

Aber auch für Kenner und Fortgeschrittene, die in der eigenen Küche sich weiterbilden wollen, gibt es eine Möglichkeit, um das Backen auf das nächste Level zu setzen. Mit diesen Methoden bist du bestens auf einen Ernstfall vorbereitet.